Rechtsprechung

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Arbeit auf Abruf: Keine abrupte Reduktion der Arbeitsabrufe

X arbeitete ab dem 3. Oktober 2013 als Maler für die Einzelunternehmung des Z. Es war ein Bruttostundenlohn von Fr. 26.– vereinbart. Am 17. Oktober 2014 erlitt X einen Arbeitsunfall. Nach den Lohn­abrechnungen wurde X in diesen 12.5 Monaten von Z wie folgt beschäftigt und erhielt die folgenden Zahlungen:

Bundesgericht, I. zivilrechtliche Abteilung, Urteil vom 23. April 2019, Beschwerde in Zivilsachen (4A_533/2018)

Art. 327a OR stellt die Rechtsgrundlage für die finanzielle Beteiligung der Arbeitgeberin an den Miet­kosten des Arbeitnehmers dar, wenn diesem kein dauernder und geeigneter Arbeitsplatz angeboten wird. Es werden Auslagen getätigt, die indirekt auch der Arbeitgeberin zugutekommen. Vergleichbar ist die Situation mit jener der Benützung des privaten Fahrzeugs für Geschäftsfahrten, die in Art…

Bundesgericht, I. zivilrechtliche Abteilung, Urteil vom 5. Juni 2019, Beschwerde in ­Zivilsachen (4A_611/2018)

Die Fürsorgepflicht der Arbeitgeberin umfasst die Verhütung derjenigen Unfälle, die nicht auf ein unvorhersehbares Verhalten bzw. auf schweres Verschulden des geschädigten Arbeitnehmers zurückzuführen sind. Die Arbeitgeberin muss folglich alles beachten, was bei normalem Lauf der Dinge und selbst bei Unaufmerksamkeit oder Unachtsamkeit des Arbeitnehmers geschehen kann (E. 3.2.3). Der…

Tribunal fédéral, Ire Cour de droit civil, arrêt du 5 décembre 2018, recours en matière ­civile (4A_42/2018)

Art. 324a Abs. 4 OR. Mit dem (gültigen) Abschluss einer kollektiven Krankentaggeldversicherung befreit sich der Arbeitgeber von seiner Verpflichtung zur Lohnfortzahlung. Der Versicherer tritt an die Stelle des Arbeitgebers, indem er dem Arbeitnehmer keinen Lohn zahlt, von dem Sozialversicherungsbeiträge abzuziehen wären, sondern ein Taggeld, das davon befreit ist. Der Anspruch auf…

Tribunal fédéral, Ire Cour de droit civil, arrêt du 29 janvier 2019, recours en matière ­civile (4A_173/2018 et 4A_179/2018)

Die Rechtsprechung hat den Begriff des «sehr hohen Einkommens» im Zuge einer notwendig ge­wordenen Präzisierung bei der Qualifikation des Bonus eingeführt. Sie hat keine unmittelbare Aus­wirkung auf die Berechnung der Entschädigung bei ungerechtfertigter fristloser Entlassung. Sie kann nur eine indirekte Wirkung in dem Sinne ha­ben, dass die Höhe der Entschädigung (anhand der Kriterien von